der windgucker

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überwachen, das ist das große wort der 2010er jahre. alle sind sie gegen überwachung, keiner will überwachen, und selbstverständlich will niemand überwacht werden, trotzdem überwachen alle wo es nur geht. sei es der kleine hausbesitzer in der lübecker innenstadt, der nur einfach sehen will, wer da rein und rausläuft und wer da klingelt und ob es sich lohnt die ganzen treppen runterzulaufen, oder ob es doch nur staubsaugervertreter sind, die man gar nicht beachtet. oder ob es firmen sind, die ab einer gewissen größe nervös werden, ob nicht jemand werksspionage betreiben könnte. zum beispiel am lehmannkai. ich habe nett am eingangstor angefragt. der wurde richtig sauer! klar, ich will wissen wieviel pakete cornflakes da jetzt in dem container sind, wieviel platinen ausländischer herkunft als deutsches produkt gelabelt werden. neeeiiin, ich will nur die wunderschöne scheiss-ölmühle fotografieren, die seit jahrzehnten leersteht, herr lehmann!! und da brauchen sie mir gar nicht mit ihren sicherheitswachmännern kommen, die mich schon am werkstor mit fiependem funkgerät ganz wichtigtuend in klassischwürgorangem westchen abfangen und sogar autoritär die stimme erheben, bloss weil ich an der straße außerhalb in RICHTUNG des werksgeländes fotografiere. ja, ja, is ja gut.. haben sie eben keine schicken fotos von ihrem ollen leerstehenden schuppen. und umso lautloser aber mit penetranterer kamera wurde ich am gasturm in der geniner empfangen. stille, mir folgende aufmerksamkeit. gruselige wohlweissliche stille. da hat es auch gar nix geholfen dass ich mein t-shirt hochgerissen habe. (haha) gern wäre ich näher an dieses wahrzeichen lübscher industriekunst herangekommen, aber es war mir nicht beschieden. ich ruf da bestimmt nochmal an.

2016_ich will gas

 

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